Kategorie: Allgemeines zum Thema

Vortrag zum Thema

Die Pyramide des nachhaltigen Konsums

Nachhaltig konsumieren

Auf www. smarticular.net habe ich die Pyramide des nachhaltigen Konsums gefunden und mir natürlich Gedanken dazu gemacht, wie viel davon ich bereits umsetze bzw. woran ich noch arbeiten muss.

  1. Nutze, was du hast: Was z. B. Möbel anlangt, habe ich nicht das Bedürfnis, ständig was Neues anzuschaffen und das meiste haben wir schon wirklich lange. Ich gehe auch kaum mehr in Einkaufszentren oder Supermärkte, bei Kleidung versuche ich, Gebrauchtes zu kaufen oder zu tauschen.
  • 2. Repariere, was du hast: In diesem Bereich ist definitiv noch Luft nach oben, denn weder bin ich so kreativ, um aus Altem noch was zu machen, noch gibt es bei uns Möglichkeiten, etwas zur Reparatur zu bringen- ein Reparaturcafe wäre ein sehnlicher Wunsch von mir.
  • 3. Selber machen statt kaufen: Ich arbeite daran- was vielleicht auch dazu gezählt werden kann, ist, dass ich immer selber koche und keine Fertig- oder Halbfertigprodukte mehr kaufe.
  • 4./5. Ausleihen und tauschen: innerhalb der Familie oder im Bekanntenkreis funktioniert das schon, aber vieles in Haus und Garten haben wir schon noch selber.
  • 6./7. Gebraucht und neu kaufen: Bei allen Dinge, die wir in der letzten Zeit angeschafft haben, achte ich darauf, dass sie aus Österreich kommen.

In letzter Zeit liest man viel über das Ausmisten, was meiner Meinung nur dann etwas bringt, wenn man den freien Platz nicht wieder mit neuen Anschaffungen belegt. Denn das Weggeworfene ist ja auch Müll- und das neu Gekaufte wird früher oder später wieder zu Müll!

Werbung für den Zero-Waste-Lifestyle

Artikel 1
Artikel 2

Im Sommer traf ich einen Redakteur der NÖN, als ich für die „Köllamauna“ tätig war. Wir kamen ins Gespräch und ich erzählte ihm von meinem „Selbstversuch“. Daraufhin wollte er mich interviewen und veröffentlichte einen Artikel. Wenig später meldete sich ein Redakteur von „Radio NÖ“ für ein weiteres Interview und brachte einen kurzen Hörfunkbeitrag. Auch in den Gemeindenachrichten wollte man zur Müllvermeidung aufrufen und wies auf meinen Blog hin.

Vorsätze für 2019

Vorsätze im Neuen Jahr

Im letzten Jahr bin ich in vielen Bereichen mit meinen Vorsätzen gut vorangekommen, vor allem, was das DIY- also das Selbermachen- angeht. Durch den Seifensiedekurs, den Kräuterlehrling und den Kurs für Naturkosmetik bin ich jetzt in der Lage, Seifen und Haarseife, Tages- und Nachtcreme, Bodylotion etc. herzustellen. Küchen- und Wildkräuter bereichern unseren Speiseplan- wobei ich sagen muss, dass es auch noch viel zu lernen gibt.

Beim Ankauf von neuen Dingen kaufe ich nichts mehr aus Plastik, wenn etwas kaputt wird (z. B. Kochlöffel). Beim Einkauf von Lebensmitteln möchte ich versuchen, noch mehr regionale Quellen ausfindig zu machen und noch mehr in mitgebrachte Sackerl oder Gläser abfüllen zu lassen.

Von der Wolkersdorfer Politik und Wirtschaft würde ich mir wünschen, dass, wie schon in einigen niederösterreichischen Gemeinden, Anstrengungen im Hinblick auf Plastikvermeidung unternommen werden, aber nicht durch Verbote, sondern positive Anreize, z. B. Verteilen von Stoffsackerl etc.

Zero-waste-Manifest

Das Manifest

Das Manifest

Dieses Zero-waste-Manifest habe ich im Zero-waste-Shop in Barcelona an der Wand entdeckt, und mir haben einige Erweiterungen des Zero-waste-Gedankens sehr gut gefallen, z. B. Respekt. Respekt für die Menschen, die versuchen, Plastikmüll zu vermeiden, aber auch für diejenigen, die- aus irgendwelchen Gründen, außer Bequemlichkeit- noch nicht so viel schaffen. Ich habe früher auch gedacht, wenn ich alles sauber trenne, handle ich schon vorbildlich. Den Gedanken, wo der Müll landet, habe ich verdrängt. Aber Menschen können sich ändern…

Mein G-Plan für 2018

Plan G

Plan G https://www.angliastudent.com/plan_g/home

 

Muss man immer Pläne haben? Eigentlich nicht, aber sie geben den Zielen eine konkrete Vorstellung.

Für 2018 nehme ich mir Folgendes vor:

  • G- Genügsam leben: Dinge reduzieren, nichts bzw. nichts Unnötiges kaufen (Ausnahme: Second-hand), Sachen verschenken und verkaufen, Sachen selber machen…..
  • G- Genießen: Lesen, Sport betreiben, ins Theater gehen, Freunde treffen, auf Urlaub fahren……
  • G- Gelassen bleiben: vor allem gegenüber Bildungs- und Schulpolitik (Zentralmatura, Nost, NMS, Gesamtschule etc.)- mich kann nichts aufregen!
  • G- Gutes tun! Deutschkurs für Flüchtlinge, vielleicht ein Projekt zum Retten von Lebensmitteln…..

Der Traum: Costa Rica

Costa Rica

Costa Rica

Neulich musste ich wieder an ein Erlebnis denken, das schon lange Zeit zurückliegt. 1985 brachen mein späterer Mann und ich zu einer 6-monatigen Reise durch Mittelamerika auf, als Rucksacktouristen, und verbrachten den Jahreswechsel in einem kleinen Dorf in Costa Rica. Wir mieteten eine kleine Holzhütte von einer Dänin, die es auch dorthin verschlagen hatte. Als sie uns unser Domizil für die nächsten zwei Wochen zeigte, sagte sie: „Es gibt hier keine Müllabfuhr. Wenn ihr irgendetwas in Dosen oder Plastik kauft, müsst ihr es im Garten vergraben, aber so tief, dass die Tiere sich nicht verletzen.“

Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob das dann der Fall war- es gab einen fahrenden Greißler, der einmal pro Woche vorbeikam, sonst kauften wir bei Einheimischen, was gar kein Problem war. Zum Geburtstag meines Mannes backte uns die Nachbarin eine Ananastorte – daran kann ich mich noch erinnern!

Bilanz zur Jahreshälfte

Ende Juni ist es Zeit, ein Resümee über die ersten 6 Monate Zero-Waste-Versuche zu ziehen:

  • Vieles habe ich ohnehin schon jahrelang gemacht (z. B. zu Fuß zur Schule zu gehen)
  • anderes war relativ leicht umzustellen, z. B. nachfüllbare Putzmittel, weil es in Wolkersdorf eine Bezugsmöglichkeit gibt
  • positiv ist, dass in unserer Restmülltonne nur mehr die Hälfte Müll zu finden ist und wir kaum mehr Müll für den gelben Sack haben
  • schwierig ist, wenn es Lebensmittel gar nicht zu kaufen gibt oder nur sehr schwer. Ein Beispiel: Offenen Topfen gibt es am Bauernmarkt, aber nicht jede Woche. Manchmal kaufe ich dann im Supermarkt Topfen, wenn ich etwas Bestimmtes kochen oder backen will (aber mit schlechtem Gewissen)
  • die Preisfrage: bei Milch ist die Flasche nicht viel teurer als Biomilch im Supermarkt, auch Eier beim Bauern sind fast gleich im Preis. Putzmittel, Shampoo etc. sind schon viel teurer, vielleicht kommt man aber auch länger aus. Ich werde jetzt mal versuchen, einiges selber zu machen.

Fazit: Es ist noch nicht alles perfekt, aber im Sommer möchte ich dranbleiben und einiges aufprobieren!