Kategorie: Haus und Garten (Seite 1 von 4)

Marillenblüte im Weinviertel

Marillenbaum im Garten

Viele Touristen kommen jedes Jahr, um die Marillenblüte in der Wachau zu bestaunen. Und das zurecht. Die Marille mit ihrer schönen rosa Blüte läutet die Frühlingszeit ein, auf die sich alle, die nicht den Winter im wärmeren Ausland verbringen, schon sehnlichst freuen.

Wir haben unserem Garten heuer eine Schönheitsbehandlung gegönnt, in dem Sinn, als wir die Firma Garten- und Teichbau Böhm aus Niederkreuzstetten beauftragt haben, einen Baum- und Strauchschnitt durchzuführen. Bei dieser Gelegenheit habe ich, wenn sich dadurch freie Plätze ergeben haben, einige neue Bäume und Sträucher pflanzen lassen, die mir meine Mutter empfohlen hat: Weißdorn, Maulbeerbaum, Mispel, Aronia etc. Und auch in unserem Vorgarten gibt es jetzt rund um die Magnolie ein hübsches Ensemble von blühenden Sträuchern.

Ab ins Beet!

Kräuter auf dem Fensterbrett

Schon seit Februar habe ich Pfefferoni-Samen, die ich selber aus den Pflanzen des vorigen Jahres gewonnen habe, in einer Anzuchtschale, die am besten auf einem sonnigen Fensterbrett stehen sollte, ausgesät. Mittlerweile sind ihnen auch Paradeiser, Paprika und Melanzani gefolgt. Um auch schon einige Kräuter für eine „grüne Note“ beim Kochen zur Verfügung zu haben, habe ich auch einige Küchenkräuter in kleinen Keramikschälchen angepflanzt, die in der Küche ein Plätzchen gefunden haben.

Wenn die Pflänzchen groß genug sind, werden sie pikiert und in eigene Töpfe gepflanzt. Ins Beet kommen sie aber erst Mitte Mai- nach alter Tradition aber erst nach den „Eismännern“.

Beinwellsalbe selbst gemacht

Aus dem Beinwell, den ich von meiner Mutter bekommen habe und der sich in meinem Garten stark ausbreitet, habe ich im Frühjahr eine Salbe aus den Blättern gemacht. Im Herbst kann man auch die Wurzeln ausgraben und zu einer Salbe verarbeiten. Beinwell wirkt entzündungshemmend und wundheilend, fördert die Zellneubildung und die Durchblutung; ich verwende die Salbe bei all meinen kleinen „Wehwehchen“ (Sehnenscheidenentzündung, Venenschmerzen etc.)

Das Rezept habe ich dem Buch „DIY Heilsalben“ von Silvia Zweimüller entnommen:

  1. Zuerst einen Ölauszug bereiten: dafür Beinwellwurzeln waschen und klein schneiden, in 250ml Olivenöl erwärmen, nicht zu heiß; 2 Tage lang immer wieder erwärmen- Restwärme nützen- und danach abseihen
  2. die Salbe anrühren: Ölauszug mit 22g Bienenwachs und 30g Lanolin/Kakaobutter/Sheabutter erwärmen und rühren, bis alles geschmolzen ist. Einige Tropfen Lavendelöl zugeben und in saubere Gläser füllen

    Beinwellsalbe

    Beinwellsalbe

Die letzten Äpfel der Saison

Apfelbaum

Apfelbaum

Heuer war ein perfektes Jahr für die Apfelernte. Wir haben zwar nur einen Zwerg- und einen Säulenapfelbaum bzw. eine japanische Apfelbirne. Seit August haben wir Äpfel in unserem Garten geerntet, sie gleich vom Baum gegessen, ins Müsli gegeben, zu Kompott und Mus und verschiedenen Kuchen verarbeitet.

Für meine Tochter habe ich diese Woche wieder mal nach einem veganen Kuchenrezept gesucht und bin auf der Seite www.veganblatt.com fündig geworden.

Veganer Apfelkuchen

Veganer Apfelkuchen

Veganer Apfel-Streuselkuchen: Aus 400g Mehl, 200g Margarine und 150g Zucker einen Mürbteig bereiten; 3/4 des Teiges auf einer Springform verteilen, sodass ein 2cm hoher Rand entsteht. 6-8 Äpfel schälen, in Spalten schneiden, mit Zimt und ev. Zitronensaft vermischen und auf dem Teig verteilen. Den restlichen Teig über die Äpfel krümeln; bei 180° ca. 40 Minuten backen.

Die Gartensaison geht zu Ende

Nach einem langen, regenarmen Sommer und einem wunderbaren Herbst ist es leider an der Zeit, das letzte Gemüse von den Beeten zu ernten und für die Wintermonate aufzubewahren. Paradeiser zum Beispiel kann man auch grün noch ernten und in einer Schachtel kühl lagern. Sie reifen langsam nach,

grüne Paradeiser

grüne Paradeiser

und für warme Speisen sind sie noch einige Zeit gut zu verwenden. Ich habe auch noch Mangold abgeschnitten, die letzten Paprika, Melanzani etc. geerntet.

Salbeitinktur zur Mundreinigung

Salbeitinktur

Salbeitinktur

Wer Salbei im Garten hat, kann ganz einfach eine Salbeitinktur ansetzen. Dafür werden Salbeiblätter zerkleinert, in ein helles Schraubglas gegeben und mit Alkohol (ca. 45%) übergießen; zwei Wochen stehen lassen und dann abfiltern.

Man kann die Tinktur zum Spülen oder Gurgeln verwenden, sie ist keimhemmend und kräftigt das Zahnfleisch.

Vorratshaltung

Vorräte für die Wintermonate anzulegen, ist ein bisschen aus der Mode gekommen, weil man ohnehin alles das ganze Jahr über kaufen kann. Warum ich in den letzten Jahren begonnen habe, Obst und Gemüse einzukochen, hat folgende Gründe:

  • Oft kann man im Sommer gar nicht so viel auf einmal essen, weil vieles gleichzeitig reif wird
  • Es wäre schade, wenn Lebensmittel verderben und auf dem Komposthaufen landen
  • Einkochen ist gar nicht so aufwändig, wie man denken könnte, wenn man einige Tipps bezüglich Hygiene beachtet
  • Im Winter freut man sich, wenn man die eingekochten Köstlichkeiten verspeisen kann.

Ich koche immer, wenn ich genug Paradeiser habe, Sugo ein (Rezept von der Mutter einer guten Freundin), weil es für viele Gerichte zu verwenden ist,  und Apfel/Birnen-

Vorratshaltung

Vorratshaltung

Kompott, das ich im Winter in mein Müsli rühren möchte. Eine wahre Fundgrube an Ideen ist das Buch „Speisekammer aus der Natur“ von Michael Machatschek.

Hollersaft zubereiten

Hollersaft

Hollersaft

Die blauen Beeren des Holunders, bei uns Holler genannt, werden jetzt gerade reif. Im rohen Zustand sind sie leicht giftig, aber gekocht ergeben sie ein wohlschmeckendes Getränk.

Ich habe mich an das Grundrezept aus dem Kochbuch „Süße Schmankerl aus Oberösterreich“ gehalten, das 1kg Beeren, 1l Wasser, 30 dkg Kristallzucker empfiehlt. Ich habe die Beeren mit einer Gabel abgerebelt, dann gewogen und Wasser und Zucker im Verhältnis beigefügt. Die Beeren gibt man ins kochende Wasser und lässt sie wallend kochen, bis sie geplatzt sind; durch ein Sieb seihen und 12 Minuten mit dem Zucker kochen lassen. Dann kann man den Saft in Flaschen füllen (die ich wie immer kurz im Rohr sterilisiert habe und in etwas kaltem Wasser stehend einfülle) und gut verschließen.

Das erste Gemüse wird reif!

Gemüseernte

Gemüseernte

Ab dem Zeitpunkt, wo die Pflänzchen im Garten in die Erde kommen, gegossen, hochgebunden etc. werden, freut man sich, wenn man Blüten, dann kleine Früchte erkennen kann und endlich die Paradeiser rot werden, die Paprika und Zucchini wachsen. Und man kann es nicht erwarten, endlich etwas zu kosten. Denn der Geschmack lässt sich weder mit Produkten von Super- und anderen Märkten vergleichen, weil es bis zu diesem Zeitpunkt meist Glashausprodukte sind, die angeboten werden und keine sonnengereiften, noch dazu aus dem eigenen Garten.

Besonders stolz bin ich auf die Ribiselparadeiser, die ich selbst gezogen habe (siehe Beitrag „Paradeiser vermehren“ vom 8.9. 2017) und die als Fingerfood genial zu essen sind und köstlich schmecken!

Giersch im Garten

Auflauf mit Giersch

Auflauf mit Giersch

Ich muss zugeben: Vor meinem Wildkräuter-Seminar habe ich gar nicht gewusst, dass das, was in meinem Garten zwischen den Himbeerstauden wuchert, Giersch ist. Ich habe es immer ausgerupft und mich geärgert, dass er immer wieder kommt (wegen der unterirdisch sich rasant ausbreitenden Wurzeln).

Jetzt lautet die Divise: Wir vertilgen das Unkraut, indem wir es essen! In Aufstrichen, Suppen, Aufläufen, Nudelgerichten kann er verwendet werden. Zum Beispiel für einen Auflauf, bestehend aus Quinoa, Giersch, Mangold und Kichererbsen, mit Käse überbacken. Dazu einen Salat aus Radieschen, die auch schon im Hochbeet wachsen.