Hüttenkäse selbst herstellen

Gleich vorweg: Ich liebe Hüttenkäse. Leider gibt es ihn meist in kleinen Bechern, was mich schon lange gestört hat. Da ich fast jeden Tag einen Becher verdrücke, ergab das ganz schön viel Plastikmüll. Ich wusste anfangs keine Lösung, da auch im Bioladen der Bio-Hüttenkäse in einem Plastikbecher verpackt ist. Also selber machen! Ich habe mir ein YouTube-Video angeschaut und ging an die Produktion meines ersten Hüttenkäses. Nach einiger Zeit hatte ich das Gefühl, das wird nichts mehr und habe alles weggeleert. Beim dritten Versuch hat es dann geklappt, als ich mit einem Thermometer gemessen habe, bis die Milch bei 93 Grad aufkocht.

Also, so geht es:

Ich kaufe eine Doppelkanne Rohmilch (1,80 €), leere sie in einen Topf. Während sie beginnt zu kochen, presse ich eine Zitrone aus, richte das Sieb her und einen Topf mit kaltem Wasser.

 

 

 

Wenn die Milch aufkocht, muss man sie schnell wegziehen, die Hitze zurückdrehen und ca. 2 Minuten weiterrühren. Dann gebe ich löffelweise 5 EL Zitronensaft und Salz dazu und rühre immer weiter.

Nach dem fünften EL trennt sich die Molke vom Käse, man sieht weiße Klümpchen. Ich seihe alles in ein Sieb mit Untersatz, das ich mit einem Tuch ausgelegt habe, fasse vorsichtig das Tuch zusammen, weil es sehr heiß ist und schwemme den Käse in dem Topf mit kaltem Wasser. Dann beschwere ich den Käse mit einem Bierkrug und nach 20 Minuten gebe ich Schnittlauch (heute schon aus dem Garten!) und Sauerrahm dazu und rühre alles mit einer Gabel, bis der Hüttenkäse eine cremige Konsistenz hat.

Die Molke, die übrig bleibt, trinkt mein Mann gerne, man kann sie aber auch zum Brotbacken verwenden.

1 Kommentar

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  1. Ahh! Endlich einen hilfreichen Beitrag zu diesem Thema gefunden! Vielen lieben Dank! 🙂

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