Kategorie: Zero Waste (Seite 1 von 5)

Resümee nach drei Jahren

Man kann die Welt ändern oder sich selbst- das zweite ist wesentlich schwieriger (M. Twain)

Was sich drei Jahren verändert hat:

  • in unserem Haushalt fällt ca. 80% weniger Müll an
  • im Badezimmer verwende ich nur mehr Seife und selbst gemachte Kosmetik
  • meine Lebensmitteleinkäufe habe ich umorganisiert und kaufe am Wochenmarkt, im Bioladen und bei diversen Bauern ein; ich bringe eigene Sackerl oder Gläser mit
  • ich koche selbst (mit Zutaten aus dem Garten oder regional eingekauft) und betreibe Vorratshaltung, backe Brot, Kuchen etc.
  • Wasch- und Putzmittel kaufe ich zum Nachfüllen oder stelle sie selbst her
  • ich engagiere mich für die Kultur in der Kellergasse
  • ich erkunde das Weinviertel durch Radtouren oder Spaziergänge, wo ich die Augen offenhalte und nach Kräutern oder Wildfrüchten Ausschau halte
  • ich absolviere Kurse für Seifenherstellung oder Kosmetikproduktion
  • ich mache eine Ausbildung zum „Kräuterlehrling“
  • ich esse weniger Fleisch und mehr Gemüse und habe 3 Kilo abgenommen
  • ich kaufe hauptsächlich Secondhand- Kleidung, spende Kleidung für die Gruft etc.
  • ich lebe minimalistischer und überlege mir, ob ich etwas wirklich brauche, bevor ich es kaufe
  • ich versuche, Menschen in meiner Umgebung davon zu überzeugen, dass man nicht nur reden soll, sondern auch handeln muss

Fazit: Ich bin in diesen drei Jahren ein zufriedener Mensch geworden und vermisse nichts- im Gegenteil.

Wie geht es weiter? Im nächsten Jahr möchte ich auf das Auto und das Fliegen verzichten und noch mehr in Richtung Selbstversorgung gehen.

Aber das ist eine andere Geschichte….

Bier und Mineralwasser regional kaufen

Lagerverkauf von Hubertus

Vor vielen Jahren, auf Anregung unseres Sohnes, haben wir schon auf Mineralwasser aus Glasflaschen umgestellt; beim Bier würde mein Mann sowieso nie auf eine Dose zugreifen. Jetzt haben wir aber auch schon zweimal im Depot der Brauerei Hubertus aus Laa an der Thaya eingekauft, das sich im Industriezentrum Hagenbrunn (Hubertusgasse 9-11) befindet. Es gibt verschiedene Biere und Vitus Mineralwasser. Es bietet sich an, den Verbrauch für einen Monat abzuschätzen und bei einer Fahrt gleich mehr mitzunehmen.

Tee-zember

Minzetee aus dem Garten

Anfang Dezember stelle ich meine Trinkgewohnheiten meistens von Zitronenmelissensaft (aus eigener Produktion) auf Minzetee (aus getrockneten Minzeblättern aus unserem Garten) um. In einer Thermoskanne bereite ich mir in der Früh Tee für den Vormittag zu, und ich versuche auch, am Nachmittag ein Häferl des wärmenden Getränks zu mir zu nehmen.

Für den Zero-Waste-Gedanken ist es wichtig, dass der Tee lose in einem Tee-Ei etc. zubereitet wird.

Zero Waste Küche

Zero Waste Rezepte

Dieses Buch habe ich von meiner Tochter geschenkt bekommen. Sophia Hoffmann bietet im Kapitel 1 Grundlagen der Zero Waste Küche, danach werden die wichtigsten Lebensmittelgruppen dahingehend beschrieben, in welcher Verpackung sie zu kaufen und was man damit kochen kann. Der Rezepteteil ist auf vegetarische und vegane Küche ausgerichtet und wie das ganze Buch mit anschaulichen Bildern versehen. Im Register zum Schluss findet man alle Lebensmittel alphabetisch aufgelistet und Vorschläge, welche Gerichte man mit ihnen zubereiten kann, damit auch sicher keine Lebensmittel verschwendet werden.

Vortrag und Leitfaden

Vortrag in der Bibliothek in Großebersdorf

Im Herbst wurde ich von der Bibliothekarin der Bibliothek in Großebersdorf, Marion Schnabl, zu einem Vortrag zum Thema Zero Waste eingeladen. Da durch die EU-Wahlen, die Proteste „Fridays for future“ etc. das Thema Klimaschutz immer mehr an Brisanz gewinnt, war das Interesse erfreulicherweise groß.

Ich werde immer wieder gefragt, wie man es schaffen kann, keinen- oder so wenig wie möglich- Müll zu produzieren. Darauf gibt es leider keine Antwort, die auf jeden Einzelnen zutrifft, da die Lebens- Ess- und Einkaufsgewohnheiten oft sehr unterschiedlich sind. In Vorbereitung auf Vortrag habe ich aber versucht, einen Leitfaden zu erstellen, der auch Einkaufstipps für die Region um Wolkersdorf beinhaltet.

Im Anschluss an den Vortrag gab es noch die Möglichkeit, sich bei einem Buffet mit selbst gemachten Speisen auszutauschen und auch das Interesse für die von mir mitgebrachten Bücher zum Thema war sehr groß.

Vortrag zum Thema

Clutch-it-yourself

Clutch aus Leder- und Stoffresten

Mein öberösterreichisches Patenkind war mit seiner Familie ein Wochenende zu Besuch in Wien und wir trafen uns auf einen Cafe in Wien. Sie ist eine sehr kreative junge Frau, z. B. näht sie selbst tolle Sachen, was ich sehr bewundere, weil ich das überhaupt nicht kann. Vor kurzem besuchte sie das Handtaschen-Design-Studio „I-re-new“ (engl. für „ich mache Neues) von Irene Reitböck in Haag am Hausruck, wo man aus verschiedenen Leder- und Stoffresten das Material für eine Clutch oder Big Bag aussuchen und selbst zusammenstellen kann. Nach der Fertigstellung hält man ein Unikat in Händen! Ich bekam eine Clutch in Grün-Grün-Grün geschenkt und freue mich schon, wenn ich sie im Frühling ausführen kann!

Kochen mit Resten- backen auch!

Becherkuchen mit Nüssen

Joghurt hole ich in einer 1l Glasflasche auf dem Bauernmarkt (vom Milchhof Lang) auf Vorbestellung. Meistens ist die Bestellung für meinen Mann, meinen Sohn und mich gut berechnet, es passiert aber ab und zu, dass etwas übrigbleibt.

Für diesen Fall backe ich den allseits beliebten Becherkuchen mit Mohn oder Nüssen: 2 Becher Zucker, 4 Eier, 1 Becher Öl, 2 Becher Mohn (Nüsse), 2 Becher griffiges Mehl, 2 Becher Joghurt

Entdeckungstour zu Humana in Wien

Humana in der Taborstraße

Humana in der Alserstraße

Nach den guten Erfahrungen mit den Humana-Geschäften in Barcelona wollten meine Freundin und ich auch mal in Wien einige „Vintage-Läden“ besuchen. Das Ergebnis vorneweg: Mit Barcelona können sich die beiden Geschäftslokale in der Tabor- und der Alserstraße nicht messen, was die Auswahl und die Präsentation der Kleidung angeht. Trotzdem kann man da wie dort einige Stücke entdecken, mit denen man die eigene Garderobe aufpeppen kann. Und mehr sollte es auch nicht sein, denn man darf nicht den Fehler begehen, allzu viel zu kaufen, nur weil die Preise niedriger sind. Wichtig ist, dass Second-hand-Kleidung hilft, weniger neue Textilien aus z. B. China zu importieren und die Einnahmen von Humana für Projekte in Afrika, Indien und Südamerika verwendet werden.

Nachhaltige Weihnachtsgeschenke

Weihnachtsgeschenke

Mittlerweile sind meine Kinder und viel meiner Kolleginnen dazu übergegangen, auch oder gerade zu Weihnachten selbst Gemachtes in nachhaltiger Verpackung zu verschenken oder gegenstandslose Geschenke bzw. Aktivitäten. Ein Essensgutschein, ein selbst genähtes Einkaufssackerl, eine Vorratsdose aus Emaille, 2 Gläser + Einkaufsgutschein für den Unverpackt-Laden „Lieber ohne“ in Wien, ein selbst gemachter Apfelsaft, eine Aleppo-Seife,eine Handcreme und eine Buchstütze waren die Sachen, über die ich mich unter meinem „Weihnachtsbaum“ freuen durfte.