Resümee nach drei Jahren

Man kann die Welt ändern oder sich selbst- das zweite ist wesentlich schwieriger (M. Twain)

Was sich drei Jahren verändert hat:

  • in unserem Haushalt fällt ca. 80% weniger Müll an
  • im Badezimmer verwende ich nur mehr Seife und selbst gemachte Kosmetik
  • meine Lebensmitteleinkäufe habe ich umorganisiert und kaufe am Wochenmarkt, im Bioladen und bei diversen Bauern ein; ich bringe eigene Sackerl oder Gläser mit
  • ich koche selbst (mit Zutaten aus dem Garten oder regional eingekauft) und betreibe Vorratshaltung, backe Brot, Kuchen etc.
  • Wasch- und Putzmittel kaufe ich zum Nachfüllen oder stelle sie selbst her
  • ich engagiere mich für die Kultur in der Kellergasse
  • ich erkunde das Weinviertel durch Radtouren oder Spaziergänge, wo ich die Augen offenhalte und nach Kräutern oder Wildfrüchten Ausschau halte
  • ich absolviere Kurse für Seifenherstellung oder Kosmetikproduktion
  • ich mache eine Ausbildung zum „Kräuterlehrling“
  • ich esse weniger Fleisch und mehr Gemüse und habe 3 Kilo abgenommen
  • ich kaufe hauptsächlich Secondhand- Kleidung, spende Kleidung für die Gruft etc.
  • ich lebe minimalistischer und überlege mir, ob ich etwas wirklich brauche, bevor ich es kaufe
  • ich versuche, Menschen in meiner Umgebung davon zu überzeugen, dass man nicht nur reden soll, sondern auch handeln muss

Fazit: Ich bin in diesen drei Jahren ein zufriedener Mensch geworden und vermisse nichts- im Gegenteil.

Wie geht es weiter? Im nächsten Jahr möchte ich auf das Auto und das Fliegen verzichten und noch mehr in Richtung Selbstversorgung gehen.

Aber das ist eine andere Geschichte….

Glücksbringer zu Silvester

Silvesterkekse

Bei Silvesterpartys werden oft Glücksbringer verteilt, die manchmal aus Plastik sind und dann ohnehin nur weggeworfen werden. Alternativ kann man auch selbst gebackene Kekse in Hufeisen- oder Kleeblattform mitbringen, die mit verschiedenen Dips (Lachs- Paradeiser- oder Erbsenpesto- Dips) köstlich schmecken und keinerlei Müll hinterlassen.

Silvesterwanderung

Silvesterwanderung

Eine Wanderung am 31.1. ist bereits eine lieb gewonnene Tradition geworden. Heuer startete eine 21-köpfige Wanderergruppe vom Wolkersdorfer Sommerbad und marschierte zum Gasthaus Holzbauer in Kronberg. Nach einer ausgiebigen Stärkung ging es zurück nach Wolkersdorf in die Kellergasse, wo wir bei einem Glühwein und Keksen auf das neue Jahrzehnt anstießen. Die 14 Kilometer vergingen wie im Flug bei netten Plaudereien und angenehmen Wetter.

Nachhaltig einkaufen in Wien

Nachhaltig einkaufen

In den Weihnachtsferien wurde ich zu einer Tour zum Thema „Nachhaltig einkaufen in Wien“ eingeladen. Unser Tour-Guide führte uns vom Naschmarkt, wo wir ein Geschäft für handgemachte Seife, Essig und Öl und einen Bäcker besuchten, über nette Gässchen wie die Barnabitengasse, wo wir bei einem Honigproduzenten vorbeischauten, bis zum Second hand- Laden „Zweitkleid“ in der Westbahnstraße. Bei der dreistündigen Tour ging es um nachhaltige Lebensmittel, Schuhe und Kleidung; alles wird in Wien oder im Umland produziert.

Wohin geht der Weg?

Mein dreijähriger Selbstversuch der Müllvermeidung neigt sich bald dem Ende zu. Ich habe erkannt, dass Müllvermeidung ein Bereich ist, der mit vielen anderen Faktoren zusammenhängt, die alle den Klimawandel beschleunigen.

Also habe ich beschlossen, mich ein wenig in die Thematik „Selbstversorgung- Autarkie“ einzulesen und mir für Weihnachten einige Bücher in der Buchhandlung Sterzinger bestellt. Ich freue mich schon auf die Weihnachtsfeiertage und gemütliche Lesestunden!

Nachhaltige Weihnachtsgeschenke

Im Familienkreis beschränken sich die Geschenke, da meine Kinder schon erwachsen sind und auch den Zero Waste- Gedanken leben, auf gemeinsame Aktivitäten oder Spenden. Im Kreis der Kollegen beschenken wir einander mit nachhaltigen Weihnachtsgeschenken, wobei jedes Jahr auch viel selbst Gemachtes dabei ist (Marmelade, Chutney, „upgecyclete“ Gläser etc.).

Wärmendes Frühstück im Winter

Im Winter schmeckt ein warmes Frühstück aus Hirse oder Haferflocken sehr gut. Das Rezept habe ich aus Seminarunterlagen von Dungl Vital Resort:

100g Hirse heiß abschwemmen, mit ca. 600 ml Wasser aufgießen, einige klein geschnittene Trockenfrüchte und gehackte oder geriebene Nüsse beifügen und alles auf kleiner Flamme zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die meiste Flüssigkeit verkocht ist. Danach den Hirsebrei noch ca. 20 Min. quellen lassen. Das Frühstück kann mit Zimt, Ingwer, Kardamom, Honig verfeinert werden. Bei Bedarf Obst in geriebener Form oder als Kompott oder Mus beifügen.

Porridge selber machen funktioniert nach demselben Schema, ist aber schneller zubereitet, weil es nicht quellen muss.

Weihnachtsbaum 2019

Weihnachtsbaum aus Metall

Nachdem ich im vorigen Jahr Tannenzweige in einer Bodenvase arrangiert habe, was aufgrund des Tannendufts auch sehr nett war, hat mich eine Freundin auf diesen Metallchristbaum aufmerksam gemacht. Der Aufbau war ganz einfach, die Halterungen für die Teelichter waren auch enthalten. Ich habe ihn noch mit einigen Christbaumanhängern geschmückt. Die Teelichter haben gegenüber Christbaumkerzen den Vorteil, dass man sie lange brennen lassen kann und dabei nicht so aufpassen muss.

Zugreise nach Graz

Advent in Graz

Wenn man, so wie mein Mann, in der Vorweihnachtszeit Geburtstag hat, ist das Geburtstagskind oft arm dran, was Geschenke oder das Einplanen von freier Zeit bei allen Weihnachtsfeiern betrifft.

Seit einigen Jahren unternehmen wir daher eine Reise mit dem Zug, da mein Mann schon immer ein leidenschaftlicher Zugfahrer war. Mit der Sparschiene und Platzreservierungen klappte alles wunderbar, die Züge waren pünktlich und gut frequentiert. Graz mit seinen 15 Christkindlmärkten bietet die ideale Location, um die Vorweihnachtszeit zu genießen.

Leider hat es immer wieder genieselt oder geregnet. Deshalb haben wir auch dem „Museum für Geschichte“ (tolle Ausstellungen zu Popmusik in der Steiermark und Holocaust) einen längeren Besuch abgestattet.

Kekse backen in der Vorweihnachtszeit

Weihnachtskekse

Ich bin nicht gerade die begnadetste Weihnachtsbäckerin. Trotzdem befällt mich in der Vorweihnachtszeit der Drang, auch ein bisschen zu backen, unter anderem auch deshalb, weil ich den Duft so gerne mag, der dann noch tagelang im Haus wahrzunehmen ist.

Heuer wollte ich Kekse backen, die für das Weinviertel typisch sind. Die Rezepte habe ich dem Buch von E. Lust-Sauberer „Süße Bauernweihnacht“ und den Novemberausgaben diverser „Koch&Back-Journale“ entnommen: Annerl-Schnitten, Topfenstollen, Gefüllter Lebkuchen, Nussecken, Spitzbuben und Kaffeekrapferl. Typischerweise wird im Weinviertel viel mit Nüssen und Marmelade gebacken und in den meisten Fällen ist der Teig ein Mürbteig. Zeit sparen kann man, wenn der Teig auf dem Blech gebacken und dann in Würfel, Rauten etc. geschnitten wird.